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Kindertherapie
Konzept
Der Therapeut steht beständig im partiellen Engagement.
Er partizipiert an der Lebenswelt des Kindes, seiner Erlebniswelt, seiner
Spielkultur, ohne dabei sein Erwachsensein, auf das das Kind ja angewiesen
ist, aufzugeben. Besondere Sorgfalt gilt der Erfassung des Bezugssystems
der Familie. Bei den Erziehungszielen, Erziehungsstilen, Spielkulturen
geht es um eine Annäherung zwischen den Konzepten des Therapeuten
und denen der Familie - hier muss vermittelt werden. Es gibt kein richtig
oder falsch, sondern viele lebbare Möglichkeiten. Außerdem geht
das Kind nach der Stunde wieder zurück in die Familie, es darf nicht
zusätzlich unter Druck gesetzt werden. Die Lebensweltanalyse ist
zentral, da hieraus das therapeutische Curriculum entwickelt wird, d.
h. die therapeutischen Grob- und Feinziele bestimmen die Interventionen.
Auch hier - eine phänomenologisch - strukturelle
Vorgehensweise.
Beziehung
bildet den Hintergrund für Wachstum, für
die Bildung, Formung und Vervollkommnung von Identität. Sie schließt
das Wiederkehrende und das Mögliche und Neue mit ein, kennt Elemente
wie Echtheit, Reife, Verantwortung für den anderen.
Kindertherapie
richtet sich
am Entwicklungsgeschehen aus. Das Kind benötigt eine fördernde
Umwelt.
muss eindeutige,
klare Kommunikation bieten und heilende Atmosphären
schaffen.
versucht, das Expressive,
Künstlerische im Kinde durch ko-kreatives Tun zu
fördern,
zuentwickeln,
und es wieder zu wecken und wieder zur Entfaltung zu
bringen.
Entwicklung
ist ein Geschehen zwischen Innen und Außen. Sie braucht
eine
Matrix,
braucht Szenen, Atmosphären, Boden, auf dem sich Wachstum
vollziehen kann.
Ständige Entwurzelung
und Verpflanzung führt in die Krankheit.
Kreative Ausdrucksformen
Die
Sinne können
durch Repressionen oder einfach durch nicht fördernde
Erziehung zum
Verstummen
gebracht werden; und damit hört auch das Unbewusste auf zu
sprechen.
Das
Unbewusste als Potential wird dann zunehmend unzugänglicher.
Das
Kind macht dann seinen eigenen Körper zur Plastik. Es wird
zur Skulptur, an
dem die
Symptome Ornamente bilden, die Ausdruck körperlicher und seelischer
Not sind.
In der Therapie wird versucht, dem Kind die Sprache der Expression in den Medien
wiederzugeben, um dem Unbewussten einen anderen Ausdruckskörper zu verleihen,
so dass sich das Bedrohliche und Bedrückende zeigen kann. Das Verdrängte
tritt in die Awareness, es wird mitgeteilt und kann deshalb geteilt werden,
und damit beginnt die Heilung.
Leibliche Grundbedürfnisse
Das Kind benötigt für eine gedeihliche
Entwicklung die ausreichende Erfüllung seiner Grundbedürfnisse.
Einen Mangel oder ein gänzliches Fehlen (oder auch ein zu viel an
Störungen und Reizen) in einem dieser Bereiche kann das Kind auf
Dauer allein nicht kompensieren.
Essen (Was?
Wann?)
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Schlafen (Rhythmus,
ausreichend lang, zur „richtigen“ Zeit)
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Ruhe (regelmäßige „Aus-Zeiten“ im
Tages- und Wochenverlauf)
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Bewegung (regelmäßig,
nicht zuviel, nicht zuwenig)
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Hobbys (kreativer
Ausgleich)
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Ordnung (stabiles,
verlässliches, eindeutiges Umfeld)
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Sicherheit (bei
Wohnen/Umfeld/Finanzen)
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Computerspiele/Gameboy/Playstation,
usw.:
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Quantität
Qualität |
wie lange?
welche Spiele? |
Körperliche
Herausforderungen (ist das Kind gesund, bzgl. Augen/ Ohren/
Bewegungsapparat/
Allergien/ Nahrungsmittelverträglichkeiten/ Atmung/
Sprachvermögen/
Verarbeitungsvermögen?)
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Erziehungsaufgaben
Das Kind benötigt ebenfalls soziale und emotionale
Hilfen und Strukturen durch die Bezugsperson(-en).
Grenzen
setzen
Fördern
und fordern
Emotionale Zuwendung
Hilfe und
Unterstützung
in überfordernden Auseinandersetzungen (z. B.
gegenüber
Gruppen oder Erwachsenen)
Bezugs- und
Orientierungspersonen
Hilfe in Krisen
Krankheit,
Trennung und Störungen der erwachsenen Bezugspersonen
In der Kindertherapie wird ein sicherer,
geschützter Ort („safe place“) benötigt, sowie
gute „innerer Bilder, Beistände, Helfer und Orte“.
Das muss bereitgestellt, bzw. erarbeitet werden.
© 2003 PPOS - Psychotherapeutische Praxis
Oliver Staniszewski
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