Psychotherapeutische Praxisgemeinschaft Oliver & Susanne Staniszewski
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

 Jugendliche

Jugendliche haben zahlreiche Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.

Hierzu gehören u. a.:

 

  • Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung und effektive Nutzung des Körpers
  • Erwerb der männlichen bzw. weiblichen Rolle
  • Erwerb neuer reiferer Beziehungen zu Altersgenossen beiderlei Geschlechts

  • Gewinnung emotionaler Unabhängigkeit von Eltern und Erwachsenen

  • Vorbereitung auf die berufliche Karriere

  • Gewinnung eines sozial verantwortlichen Verhaltens

  • Aufbau von Wertesystem und ethischem Bewusstsein als Richtschnur für eigenes Verhalten

  • Über sich selbst im Bilde sein

  • Aufnahme intimer Beziehungen zum Partner

  • Entwicklung einer Zukunftsperspektive

  • Identität ist daher das zentrale Thema des Jugendalters. Identität ist das Bild und das Gefühl, das ich von „mir selbst“ habe.



Identität

Ich sehe mich
Ich werde von anderen gesehen
Ich sehe, dass ich von anderen gesehen werde

In der Therapie ist es oft erforderlich Raum für Denken und Verstehen zu schaffen, der allen Beteiligten Orientierung und Sicherheit gibt, die Integration der verschiedenen Bemühungen zu fördern und realistische Ziele zu setzen. Der übertriebene Aktivismus vieler Erwachsener in diesem Zusammenhang ist oft ein Zeichen dafür, dass sie ernste, nicht immer lösbare Probleme nicht anerkennen wollen und diese so abzuwehren versuchen.

Aktuelle Vorkommnisse dominieren häufig die Sicht des Jugendlichen und damit zunächst auch den therapeutischen Prozess. Ob und wie Eltern in Therapie mit einbezogen werden und können ist wesentlich mit dem/der Jugendlichen zu diskutieren und gemeinsam festzulegen. Insgesamt lernt der/die Jugendliche prozesshaft sein/ihr eigenes Leben zu verstehen.

Therapie wird von Jugendlichen nicht getrennt betrachtet von einem familiären und ggf. pädagogischen Alltag in einem Heim oder einer Wohngruppe. Dabei wird der Therapeut als greifbare Person und als ein klar erkennbares Gegenüber benötigt. Jugendliche Provokationen gehören zu seiner/ihrer „normalen“ Ausdrucksform und damit zum normalen Umgang.

Es ist hilfreich, sich nicht nur an vorhandenen Problemen, sondern gerade und auch an den erlebbaren und nutzbaren Ressourcen zu orientieren. Dies passiert auch hier unter Berücksichtigung der Beziehung von Therapeut und Jugendlichem/r. Der/die Jugendliche benötigt eine Wertschätzung seiner/ihrer Lebensgeschichte und ein Verständnis der Therapie als Hilfe zur Selbsthilfe. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem/der Jugendlichen als „ExpertIn in eigener Sache“ zu. Manche Ziele sind hier eher bescheiden, dafür aber realistisch erreichbar.